Haltung und therapeutisches Vorgehen

Grundsätzlich ist mein Vorgehen nicht nur auf eine Symptomreduktion ausgerichtet, sondern zielt auf das Verstehen von tieferen Ursachen und strebt nachhaltige Veränderungen an.

Es geht darum, Menschen in einer vielschichtigen Selbstwahrnehmung zu unterstützen und dazu anzuleiten, diese Wahrnehmungen anzunehmen. Aus diesem Verstehen und aus einer liebevollen Selbstannahme kann sich der Mut entwickeln eigene Blockaden aufzulösen und Lebensängste unwirksam werden zu lassen. Menschen können wieder Vertrauen in den Fluss des eigenen Lebens gewinnen und natürliche Entwicklungsprozesse (die in einer Krise ins Stocken geraten sind) können wieder in Gang kommen.

Der betroffene Mensch lernt in den Einzelsitzungen sich sprachlich und gefühlsmässig zu äussern. Er lernt die Spannungsfelder, in denen er lebt, kennen und beginnt Lösungsansätze zu entwickeln, die zu ihm und seiner Lebenssituation passen. Er versteht, dass seine Krankheit oder sein Problem meistens ein durchaus sinnvolles Geschehen darstellt, wenn er erkennen kann unter welchen Voraussetzungen die Probleme entstanden sind und welche neuen (inneren und äusseren) Gegebenheiten es brauchen würde, um eine Gesundung wieder wahrscheinlich und möglich zu machen.

Die Grundlage meines Vorgehens ist vollumfänglicher Respekt und Akzeptanz ohne Wertung und ohne Verurteilung gegenüber dem Hilfe suchenden Menschen. Die absolut mitfühlende Präsenz des Therapeuten ist die notwendige Voraussetzung dafür, in den Menschen das Vertrauen zu stärken (oder es wieder schrittweise entstehen zu lassen), dass sie sich über alle persönlichen Belange äussern dürfen ohne verurteilt zu werden. Im Austausch und in der Auseinandersetzung mit dem Therapeuten bekommt der Mensch Anregungen, Mitgefühl und praktische Hilfestellungen. Meine offene Haltung und das ausgewählte Praxisambiente möchte dabei unterstützen, dass Menschen sich wohl und willkommen fühlen dürfen.

Durch dieses therapeutische Setting kann im Betroffenen die Zuversicht wachsen, dass er dem Geschehen in seinem Leben eine Wendung ins Positive und Wertvolle geben kann. Diese Zuversicht mobilisiert Kräfte sowie Mut zu Veränderungen und zur Überwindung eigener Begrenzungen. Damit sind gute Voraussetzungen geschaffen für die Entwicklung von Heilungsprozessen.